Unsere Frauengruppe gibt es schon seit vielen, vielen Jahren. Angefangen hat es mit der Teilnahme am Sindlinger Umzug in bunten Kostümen, der bis 1993 alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Hofheim und Sindlingen durchgeführt wurde. Am Umzug in Hattersheim beteiligten sich die Frauen erstmals 1982. Auch beim später durchgeführten Kinderumzug ab 2002 machte es vielen von uns Spaß mitzulaufen. Im Jahr 1990 saßen wir mal wieder im Café Eisen zusammen und beratschlagten über gemeinsame Aktivitäten. Henni Bender schlug Kegeln vor oder Jazz-Gymnastik, geleitet von Ursula Lehmann. Viele entschieden sich für letzteres, viele für das Kegeln und einige wollten an beiden Aktivitäten teilnehmen. Von nun an wurde montags gekegelt und dienstags traf sich die Frauengruppe im Bürgerhaus zur einstündigen Gymnastik. Anschließend saßen wir noch zusammen und sprachen über alles rund um den SKV. Im Sommer fuhren wir Fahrrad und kehrten zum Abschluss in verschiedenen Lokalen ein. In Erinnerung bleibt auch unsere Älteste der FG, unsere Anni Heß, mit Röckchen und „Stöckelschuhen“ auf dem Fahrrad und beim Kegeln. Wir saßen und sitzen seit Einführung im gemischten Elferrat, haben die Tische vor der Prunksitzung gedeckt, Brötchen geschmiert, Dienst in der Sektbar gemacht und „1000“ Gläser nach der Sitzung gespült, beteiligten uns am Dienst beim Ranzenbrunnenfest und Weihnachtsmarkt, wurden mit unseren Männern zum Wochenenddienst im neu erbauten Vereinsheim eingeteilt und fielen als Gruppe bei den runden Geburtstagen der Frauen ein zu Häppchen und einem Glas Sekt. Außerdem machten wir an der Weiberfastnacht als Hexen die Sindlinger Lokalitäten unsicher und wer als Mann nicht aufpasste, dem wurde ruck zuck der Schlips abgeschnitten! Eine von uns, Roswitha Adler, hatte die Idee, eine Weibersitzung zu veranstalten. Alle waren begeistert und einige wussten auch gleich, als welche bekannte Person oder in welcher Funktion sie auftreten wollten. Es wurde eifrig geübt, ob nach der Gymnastik oder im Vereinsheim, denn die Premiere sollte in St. Kilian in 2003 stattfinden. Die „Weiber“ standen lange vor dem Einlass Schlange, wir, die Aktiven waren total aufgeregt und gingen vor Beginn noch einmal alles mit unserer „Elferpräsidentin“ Roswitha durch, bis die Show pünktlich begann mit unserem Einmarsch in den vollbesetzten Saal und unserem Song „Das bisschen Haushalt“. Unsere erste Weibersitzung war ein voller Erfolg und bei unserem Treffen danach wurde schon für die nächste Sitzung im darauffolgenden Jahr geplant. Ob Playback, Altentanz oder Einzelauftritte, allen machte es Spaß. Übrigens durften auch Männer in Verkleidung bei uns auftreten und unsere Ehemänner und Partner halfen an Theke und in der Küche mit und trugen so auch zum Gelingen der Veranstaltung bei. Im Jahr 2019 wurde noch einmal eine Weibersitzung durchgeführt mit einigen von uns, die anderen ehemaligen Aktiven saßen im Publikum und feuerten die Mitwirkenden an. Schade, dass in 2020 aus verschiedenen Gründen die Weibersitzung abgesagt wurde. Und Corona sorgte auch für das Aus der Kegelstunden. Gymnastik fand seit langem nicht mehr statt, denn an jedem Dienstag wurde fleißig geübt für die Weibersitzung. Aber die Gemeinsamkeit und der Zusammenhalt sind geblieben. Wir treffen uns nach wie vor im hauseigenen Garten zu Handkäs mit Musik oder Grüner Soße oder in den eigenen vier Wänden oder in der Feuerwehr, zu runden Geburtstagen, zum Weihnachtsessen im Restaurant oder machen einmal im Jahr einen Ausflug mit Schiff oder Bus und gehen auch mal gemeinsam ins Theater.